Flurneuordnung und Landentwicklung

Die Neuordnung des ländlichen Grundbesitzes zur Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft ist die klassische Aufgabe der Flurneuordnung und Landentwicklung. Erreicht wird dies durch Zusammenlegung von zersplittertem und unwirtschaftlich geformtem Grundbesitz zu gut bewirtschaftbaren Flächen, den Bau von Wegen und Gräben und die sinnvolle Einbindung und Anlage von Landschaftselementen.

Die Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes werden bei den einzelnen Flurneuordnungen berücksichtigt und eigentumsverträglich gefördert. Die Erhaltung und Weiterentwicklung von ökologischem Potenzial, der Ausgleich von unvermeidbaren Eingriffen, die Neupflanzung von Landschaftsbestandteilen oder die Überführung ökologisch wertvoller Flächen in die Hand geeigneter Träger gehören dabei zu den wesentlichen Arbeiten.

Flurneuordnungen werden auch durchgeführt, um die notwendigen Flächen für Infrastrukturmaßnahmen, beispielsweise für den Bau von Straßen oder Hochwasserschutzanlagen, unter Beachtung der Sozialverträglichkeit und Minimierung des Flächenverbrauchs bereitzustellen und die durch den Bau verursachten Durchschneidungsschäden auszugleichen sowie unwirtschaftlich geformte Flurstücke neu zu ordnen.

In Ortslagen unterstützt die Flurneuordnung Dorfentwicklungen und die Bestrebungen zur Reduzierung des Landschaftsverbrauchs und zur Aktivierung innerörtlicher Potentiale. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen werden zum Beispiel durch die Gestaltung von Ortsstraßen, den Ausbau von Wegen, die Verbesserung der Grundstücksform für Neubebauungen oder eine dorfgerechte Gestaltung von Grünzonen nachhaltig verbessert.

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