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Busverkehr im Neckar-Odenwald-Kreis
Busverkehr im Neckar-Odenwald-Kreis

S-Bahn Rhein Neckar im Neckar-Odenwald-Kreis
S-Bahn Rhein Neckar im Neckar-Odenwald-Kreis

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und Schülerbeförderung

Die Grundlage für die Entwicklung des Öffentlichen Personenennahverkehrs im Neckar-Odenwald-Kreis bildet der vom Kreistag beschlossene Nahverkehrsplan.
Der Landkreis ist für den straßengebundenen ÖPNV selbst Aufgabenträger. Für den Schienenpersonennahverkehr ist das Land Baden-Württemberg zuständig.

Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN)

Der Neckar-Odenwald-Kreis ist seit 01.01.1996 Mitglied des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN). Das Tarifgebiet des VRN erstreckt sich über die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg und reicht vom Main-Tauber-Kreis bis nach Wissembourg in Frankreich.
So ist es möglich, von der bayerischen bis zur französischen Grenze zu fahren und das zu einheitlichen Fahrpreisen, abgestimmten Fahrplänen und mit günstigen Tarifangeboten.
Vielfach gibt es Übergangsregelungen zu benachbarten Verkehrsverbünden, z.B. zum Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr (HNV), Würzburger Tarifverbund (WTV) und zur Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain (VAB - http://www.vab-info.de)

Fahrpläne und Tarifinformationen erhalten Sie unter: http://www.vrn.de/


Buslinien

Die Verkehrsleistungen im straßengebundenen ÖPNV werden auf insgesamt 25 Regionalbus-Linien im Neckar-Odenwald-Kreis erbracht:


RufTaxi

Ein angemessenes Verkehrsangebot am Abend und an den Wochenenden wird insbesondere durch den im Neckar-Odenwald-Kreis nahezu flächendeckend eingeführten Ruftaxiverkehr sichergestellt.

Das Ruftaxi ist ein im Linienverkehr nach festem Fahrplan eingesetztes Fahrzeug, das nur dann fährt, wenn es spätestens eine Stunde vor Abfahrt telefonisch "gerufen" wird. Das heißt, Sie wählen im Fahrplan die von Ihnen gewünschte Fahrt aus und teilen dem Unternehmen mit, an welcher im Fahrplan ersichtlichen Haltestelle Sie zusteigen und zu welcher Haltestelle Sie fahren möchten.

Der Preis richtet sich nach der Anzahl der durchfahrenen Waben und entspricht dem Preis einer Fahrt mit dem Bus und wird beim Fahrer des Ruftaxis vor Fahrtantritt entrichtet.

Besitzer von VRN-Halbjahres- und Jahreskarten fahren mit dem Ruftaxi kostenlos. Die Mitnahmeregelung gilt nicht.

Tageskarten des VRN, sowie Fahrscheine anderer Verkehrsverbünde und die Bahncard werden nicht anerkannt.

Die Fahrpläne und Telefon-Nummern für die Bestellung des RufTaxi's erhalten Sie hier.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Ruftaxi-Flyer

Schienenpersonennahverkehr (SPNV)

Die Leistungen im Schienengebundenen Nahverkehr werden im Neckar-Odenwald-Kreis von folgenden Unternehmen erbracht:



S-Bahn Rhein Neckar im Neckar-Odenwald-Kreis

Das Rückgrat der Bahnlinien im Neckar-Odenwald-Kreis bildet die S-Bahn Rhein-Neckar, die am 14. Dezember 2003 ihren Betrieb aufgenommen hat. Auf einer Strecke von über 40 km Länge im Neckar-Odenwald-Kreis werden 15 behinderten gerecht ausgebaute S-Bahn-Stationen bedient. Die S1 verkehrt im Stundentakt zwischen Osterburken und Kaiserslautern, die S2 fährt zweistündlich zwischen Mosbach und Kaiserslautern.

Auch die Bahnlinie Meckesheim - Aglasterhausen wurde für den S-Bahn-Betrieb elektrifiziert und die anliegenden Stationen im S-Bahn-Standard ausgebaut.

Soweit möglich wurden die Abfahrtszeiten der Busse auf den S-Bahn-Fahrplan abgestimmt.

Fahrplanauskünfte erhalten Sie unter www.vrn.de oder www.bahn.de

Bahnlinie Seckach - Miltenberg "Madonnenlandbahn" (KBS 784)

Die an der Bahnlinie Seckach - Miltenberg liegenden Städte Buchen und Walldürn, die Gemeinde Seckach und der Neckar-Odenwald-Kreis setzen sich verstärkt für die Sicherung der Bahnlinie ein. Ziel ist, sich gemeinsam für die Aufwertung der Bahnlinie und damit für den erhalt der Bahnstrecke einzusetzen. Erste Gespräche mit den an der Bahnlinie liegenden bayerischen Kommunen und dem Landkreis Miltenberg haben bereits stattgefunden. Das Anliegen wurde beim Land Baden-Württemberg als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr vorgebracht.

Das Schienenverkehrsunternehmen DB RegioNetz WestFrankenBahn (WFB) hat zum 1.Januar 2006 den Betrieb sowie die Streckeninfrastruktur der Bahnlinie Seckach - Miltenberg übernommen. Mit den festgelegten Zielsetzungen will die WFB die Attraktivität der Bahnlinie verbessern. Damit sollen zusätzliche Fahrgäste gewonnen werden.

Die WFB hat die Sicherungstechnik auf der gesamten Strecke auf den neuesten Stand gebracht. Des weiteren wurden Bahnsteige und Fußgängerübergänge neu gebaut, Weichen und Gleise erneuert. Ziele sind ein effizienterer Betrieb und kürzere Fahrzeiten.

Mit der WFB haben die  an der Madonnenlandbahn liegenden Landkreise, Städte und Gemeinden einen Partner gefunden, dem der Erhalt der Madonnenlandbahn ebenso wichtig ist.

Stadtbahn Heilbronn

Der Stadt- und der Landkreis Heilbronn beabsichtigen mit der Zustimmung des Landes Baden-Württemberg den Ausbau der Stadtbahn Heilbronn-Nord bis Mosbach. Nach der Planung soll zwischen Neckarelz und Heilbronn das derzeit stündliche Regionalbahn-Angebot ersetzt werden. Dabei sollen im Bereich der Innenstadt von Heilbronn zusätzliche Haltepunkte eingerichtet und bedient werden.

Bahnlinie Stuttgart - Würzburg "Frankenbahn" (KBS 780)

Die 180 km lange Frankenbahn ist für den Neckar-Odenwald-Kreis eine wichtige Bahnverbindung zu den Fernverkehrsknoten Stuttgart und Würzburg.

Direkt betroffen sind die Städte Adelsheim und Osterburken sowie die Gemeinde Rosenberg mit rund 14.000 Einwohnern. Durch den S-Bahn-Anschluss in Osterburken profitieren aber nicht nur die unmittelbar an der Frankenbahn liegenden Städte und Gemeinden von dieser Bahnlinie.


Schülerbeförderung

Im Rahmen der Schülerbeförderungskostensatzung gewährt der Neckar-Odenwald-Kreis den Schülerinnen und Schülern Zuschüsse zu den Beförderungskosten.

Ansprechpartner sind in erster Linie die Schulen. Das günstigste Angebot im Verkehrsverbund Rhein-Neckar ist für Schüler und Auszubildende das "MAXX-Ticket".

Das MAXX-Ticket ist eine Jahreskarte, die zur Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel (einschließlich Ruftaxi) im gesamten Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar berechtigt. Nähere Informationen zum MAXX-Ticket finden Sie auch unter www.vrn.de

Der Neckar-Odenwald-Kreis hat für Probleme, Anregungen und Wünsche eine Schülerbeförderungs-Hotline unter der Telefonnummer 06261/84-4444 eingerichtet.


Personenbeförderungsgesetz (PBefG)

Wer entgeltlich oder geschäftsmäßig Personen mit Kraftfahrzeugen (z.B. Omnibus, Taxi, Mietwagen) im Gelegenheitsverkehr befördert, bedarf einer Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz.

Im Gelegenheitsverkehr sind nur zulässig:

  1. der Verkehr mit Taxen (§ 47 PBefG)
  2. Gelegenheitsverkehr mit Kraftomnibussen  (§§ 48, 49 PBefG)
  3. Ausflugsfahrten mit PKW, Ferienziel-Fahrten mit PKW und Verkehr mit Mietwagen  (§§ 48, 49 PBefG)

Für die Genehmigung der unter 1-3 genannten Verkehre sind bestimmte Vorraussetzungen zu erfüllen:

  1. die Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Betriebs muss gewährleistet sein
  2. der Antragsteller oder die zur Führung der Geschäfte bestellte Person muss persönlich zuverlässig sein
  3. der Antragsteller oder die zur Führung der Geschäfte bestellte Person muss fachlich geeignet sein (nachzuweisen durch eine Fachkundeprüfung bei der Industrie- und Handelskammer)

Anträge für o.g. Genehmigungen erhalten Sie hier:


Güterkraftverkehr (GüKG)

Güterkraftverkehr ist die geschäftsmäßige oder entgeltliche Beförderung von Gütern mit Kraftfahrzeugen, sofern das zulässige Gesamtgewicht (einschließlich Anhänger) mehr als 3,5 to beträgt.
Ist das zulässige Gesamtgewicht des Transportfahrzeuges/-kombination nicht größer als 3,5 to unterliegen die Transporte nicht den Bestimmungen des GüKG.
Kraftfahrzeuge oder Gespanne mit einem höheren zulässigen Gesamtgewicht als 3,5 to benötigen eine Erlaubnis zur Ausübung des gewerblichen Güterkraftverkehrs oder eine Gemeinschafts-Lizenz. Für die Erteilung einer Güterkraftverkehrserlaubnis oder der Gemeinschafts-Lizenz sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Der Unternehmer oder die zur Führung der Geschäfte bestimmte Person müssen sachkundig sein.
  • Der Unternehmer und die sachkundige Person müssen persönlich zuverlässig sein.
  • Die finanzielle Leistungsfähigkeit des/der Antragsteller muss gegeben sein.


Dem Antrag auf Erteilung einer der beiden Genehmigungen sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • den ausgefüllten und unterschriebenen Antrag
  • Sachkundenachweis
  • Eigenkapitalsnachweis
  • Fahrzeugliste
  • Unbedenklichkeitsbescheinigungen
    • vom Finanzamt
    • der Gemeinde
    • der Träger der Sozialversicherung
    • der Berufsgenossenschaft


Der Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit (Eigenkapitalsnachweis) ist von einem Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder einem vereidigten Buchprüfer zu stempeln und zu unterschreiben.

Außerdem ist bei der für Sie zuständigen Gemeindeverwaltung zu beantragen:

  • polizeiliches Führungszeugnis (beim Rathaus zu beantragen)
  • Auszug aus dem Gewerbezentralregister (beim Rathaus zu beantragen)


Behindertenbeförderung

Schwerbehinderte die aufgrund ihrer Behinderung keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen können, werden zu ihrer Behinderteneinrichtung (ausschließlich Werkstätten für Behinderte - WfB) durch Mietwagen- und Taxiunternehmen befördert. In Zusammenarbeit mit den Behinderteneinrichtungen und den Beförderungsunternehmern werden finanziell und verkehrlich optimierte Fahrpläne durch den Landkreis erstellt und vertraglich geregelt. Der Neckar-Odenwald-Kreis erstattet nach dem Sozialgesetzbuch XII. Kapitel 6 den Unternehmern die entstehenden notwendigen Beförderungskosten.