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Richtfest beim Ärztehaus in Mosbach


Pfeil 03.02.2012 14:03

Dass hier "geklotzt und nicht gekleckert" wird, war offensichtlich: in gerade einmal einem halben Jahr sind auf der Baustelle des neuen Ärztehauses bei den Neckar-Odenwald-Kliniken in Mosbach 8000 Kubikmeter Erde bewegt, 3340 Kubikmeter Beton verarbeitet und 430 Tonnen Stahl verbaut worden. Die zahlreichen Gäste, die mit den Bauherren Richtfest feierten, bekamen mehr als eine Ahnung von dem imposanten Gebäude, das ab Oktober 2012 auf rund 5500 Quadratmeter Nutzfläche acht Arztpraxen, einem Logopäden, einem Sanitätshaus sowie der Mensa und der Bibliothek der Dualen Hochschule Raum geben wird.

2,6 Millionen Euro sind dafür bereits ausgegeben worden, mehr als 12 Millionen dürfen es am Ende auch nicht werden. "Mehr haben wir nämlich nicht", so der Geschäftsführer der Kliniken, Andreas Duda, in seiner einführenden Rede. "Natürlich danke ich allen, die ihren Beitrag geleistet haben für den bis jetzt wirklich annähernd reibungslosen Verlauf", erklärte er, der insbesondere die Initiative und Unterstützung von Seiten des Landkreises mit Dr. Achim Brötel an der Spitze, des Kreistages und des Aufsichtsrates hervorhob sowie ganz besonders den regionalen Banken und den Stadtwerken Mosbach - die sind für das hochmoderne und umweltfreundliche weil mit Biogas betriebene Blockheizkraftwerk zuständig - dankte.

Landrat Dr. Brötel schloss sich diesem Dank gerne an und betonte in diesem Zusammenhang: "Für die medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgung der Menschen im Kreis lohnt wirklich jeder Einsatz. Nur gemeinsam werden wir es schaffen, zukunfts- und konkurrenzfähig zu bleiben." Auch er lobte, nach einer relativ langen Vorlauf- und Planungsphase und begleitet von etlichen Irrungen und Wirrungen, den "rasend schnellen Fortschritt" auf der Baustelle: "Solche Baustellen wünscht sich jeder Bauherr."

Einer "Medizin zweiter Klasse" für die Menschen im Ländlichen Raum erteilte Alois Gerig, MdB, eine klare Absage: "Gesundheit ist unser höchstes Gut. Eine gute Daseinsfürsorge beinhaltet die medizinische Versorgung vor Ort und gerade in diesen Zeiten braucht es klare Bekenntnisse und Taten wie den Bau des Ärztehauses als "Damm" gegen den Ausverkauf des Ländlichen Raums." Georg Nelius, MdL, lobte die "Ganzheitlichkeit" des entstehenden Zentrums und fasste sich ansonsten bewusst kurz. Deutliche Worte fand Mosbachs Oberbürgermeister Michael Jahn für den Neubau, der gut in die Stadt passe und einen wichtigen Beitrag für die medizinische Versorgung der Mosbacher und der Kreisbewohner darstelle: ""Das Ärztehaus ist ein Meilenstein für noch mehr Lebensqualität und es bedeutet keine Konkurrenz für die, die schon da sind, sondern eine sinnvolle Ergänzung."

Bevor Polier Daniel Jung von der Firma Moser Bau den Richtspruch vom Dach herunter sprach, ging Architekt Achim Herzog vom Karlsruher Architekturbüro Kassel, Herzog und Partner auf die unterschiedlichen Bedürfnisse ein, die die sehr unterschiedliche künftige Nutzung des Gebäudes mit sich bringe: "Alles unter einen Hut zu bringen, macht die Sache nicht einfacher, aber auch interessant."